- ✓Jede Branche hat eine andere Hauptaktion: reservieren, Angebot anfragen, Termin buchen.
- ✓Die Speisekarte gehört als Text auf die Seite und nicht nur als PDF.
- ✓Handwerksbetriebe gewinnen Anfragen über eigene Seiten je Leistung und Einsatzort.
- ✓Praxen müssen das Heilmittelwerbegesetz beachten, etwa bei Vorher-Nachher-Bildern und Heilversprechen.
- ✓Für alle vier Branchen kommt ein großer Teil der Anfragen über das Google-Unternehmensprofil.
Von NIMTEG, Kiel · Aktualisiert am
Was braucht welche Branche? Der Überblick
Eine Website für einen lokalen Betrieb hat eine Aufgabe: Aus einem Suchenden in Kiel soll ein Gast, Kunde oder Patient werden. Welche Seiten und Funktionen das leisten, hängt von der Branche ab.
| Branche | Hauptaktion | Wichtigste Inhalte | Typische Funktion |
|---|---|---|---|
| Restaurant | Tisch reservieren | Speisekarte, Öffnungszeiten, Fotos, Anfahrt | Online-Reservierung |
| Handwerker | Angebot anfragen | Leistungsseiten, Einsatzgebiet, Referenzen | Anfrageformular mit Foto-Upload |
| Praxis | Termin buchen | Leistungen, Team, Sprechzeiten, Erreichbarkeit | Online-Terminbuchung |
| Friseur | Termin buchen | Preisliste, Team, Bilder von Arbeiten | Online-Terminbuchung |
Gemeinsam ist allen vier: Die meisten Besucher kommen mit dem Smartphone, oft direkt aus Google Maps. Telefonnummer, Adresse und Öffnungszeiten müssen ohne Scrollen sichtbar sein.
Website für Restaurants und Cafés
Gäste wollen drei Dinge wissen: Was gibt es, wann ist geöffnet und wie reserviere ich? Eine Restaurant-Website, die diese Fragen auf der Startseite beantwortet, ist besser als die meisten.
- Speisekarte als Text: Ein PDF ist auf dem Smartphone schwer lesbar und für Google schlecht auswertbar. Die Karte gehört als normale Seite mit Preisen ins Netz.
- Öffnungszeiten an einer Stelle pflegen: Abweichungen zwischen Website und Google-Profil kosten Gäste, die vor verschlossener Tür stehen.
- Reservierung: Ein eingebundenes Reservierungssystem oder mindestens eine antippbare Telefonnummer.
- Echte Fotos: Gastraum, Terrasse und zwei oder drei Gerichte. Stockbilder erkennt jeder.
- Allergene und Zusatzstoffe: Die Kennzeichnung auf der Online-Karte schafft Vertrauen und erspart Rückfragen.
Technisch hilft ein Eintrag mit strukturierten Daten vom Typ Restaurant, in dem Küche, Preisniveau, Öffnungszeiten und der Link zur Speisekarte stehen. In Kiel lohnt es sich außerdem, die Lage konkret zu benennen: Kiellinie, Holtenauer Straße oder Schrevenpark sagen Gästen mehr als eine Postleitzahl.
Website für Handwerksbetriebe
Handwerksbetriebe werden nach Leistung und Ort gesucht: „Heizungsbauer Kiel“, „Dachdecker Kronshagen“, „Badsanierung Altenholz“. Für jede dieser Kombinationen, die für den Betrieb wichtig ist, braucht es eine eigene Seite mit eigenem Inhalt.
- Eine Seite je Leistung: Was wird gemacht, wie läuft es ab, was kostet es ungefähr, wie lange dauert es?
- Einsatzgebiet: Die Orte nennen, in die der Betrieb tatsächlich fährt.
- Referenzen mit Fotos: Vorher und nachher, mit Ort und kurzer Beschreibung.
- Qualifikationen: Meisterbetrieb, Innungsmitgliedschaft, Herstellerzertifikate.
- Notdienst: Falls vorhanden, mit Telefonnummer ganz oben.
- Anfrageformular: Mit der Möglichkeit, Fotos hochzuladen. Das spart den ersten Vor-Ort-Termin.
Viele Betriebe sind ausgelastet und suchen eher Mitarbeiter als Aufträge. Dann gehört eine Karriereseite mit einer Bewerbung in zwei Minuten auf die Website. Ein Formular mit Name, Telefonnummer und Beruf reicht für den Erstkontakt.
Website für Arzt-, Zahnarzt- und Therapiepraxen
Patienten suchen nach Fachrichtung, Stadtteil und freien Terminen. Eine Praxis-Website muss vor allem entlasten: Jede Frage, die online beantwortet wird, ist ein Anruf weniger am Empfang.
- Online-Terminbuchung: Über einen Anbieter wie Doctolib oder ein eigenes System, gut sichtbar auf jeder Seite.
- Leistungen je Seite: Jede Behandlung mit eigener, verständlicher Erklärung.
- Team: Fotos und Qualifikationen der Behandler.
- Organisation: Sprechzeiten, Kassen- oder Privatpraxis, Parken, Barrierefreiheit, Rezeptbestellung.
Für Praxen gelten strengere Regeln als für andere Branchen. Das Heilmittelwerbegesetz verbietet irreführende Werbung und Heilversprechen. Vergleichende Vorher-Nachher-Bilder sind für operative plastisch-chirurgische Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit untersagt. Dazu kommen die Berufsordnungen der Kammern.
Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Kontaktformulare sollten deshalb keine Diagnosen abfragen, die Übertragung muss verschlüsselt sein, und mit jedem eingebundenen Dienst braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Hosting in Deutschland vereinfacht diese Prüfung. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.
Website für Friseure und Kosmetikstudios
Bei Friseuren entscheidet der erste Eindruck und der Preis. Kunden wollen sehen, wie der Salon arbeitet, und wissen, was ein Schnitt kostet.
- Preisliste: Vollständig und aktuell. Wer Geschäftsleistungen gegenüber Verbrauchern anbietet, muss Preise ohnehin transparent angeben.
- Online-Terminbuchung: Viele Buchungen entstehen abends, wenn der Salon geschlossen ist.
- Bilder von Arbeiten: Eigene Fotos oder eine eingebundene Instagram-Galerie. Bei eingebetteten Inhalten ist eine Einwilligung nötig.
- Team: Wer schneidet, wer färbt, wer ist auf was spezialisiert?
Für Friseure ist das Google-Unternehmensprofil häufig wichtiger als die Website selbst. Bewertungen, Fotos und der Buchungslink im Profil bringen die meisten Neukunden. Die Website liefert die Details und macht den Salon unabhängig von einer einzelnen Plattform.
Was alle vier Branchen brauchen
- Ladezeit unter zwei bis drei Sekunden auf dem Smartphone
- Name, Adresse und Telefonnummer identisch auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen
- Impressum, Datenschutzerklärung und eine saubere Einwilligungslösung
- Strukturierte Daten für das lokale Unternehmen mit Öffnungszeiten
- Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen
Wie das Profil eingerichtet und gepflegt wird, beschreibt der Beitrag Lokale SEO in Kiel: Google-Unternehmensprofil nutzen. Kosten und Modelle stehen unter Was kostet eine Website in Kiel?.
NIMTEG erstellt und betreibt Websites für kleine Unternehmen in Kiel und Schleswig-Holstein, mit Hosting in Deutschland und Wartung im Monatspaket. Ein Beispiel aus der Nachbarschaft ist die Website des H-Holtenau e.V. in Kiel-Holtenau. Mehr unter Webdesign Kiel.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website für ein Restaurant oder einen Friseur?
Für kleine lokale Betriebe liegen marktübliche Preise bei 1.500 bis 5.000 € einmalig oder bei einem Monatspaket. Bei NIMTEG starten Website-Pakete ab 39 €/Monat inklusive Hosting und Wartung.
Reicht ein Google-Unternehmensprofil ohne eigene Website?
Für den Anfang ja. Eine eigene Website liefert aber Details wie Speisekarte, Leistungen und Preise, verbessert die Auffindbarkeit und macht unabhängig von einer einzelnen Plattform.
Brauche ich eine Online-Terminbuchung?
Für Praxen und Friseure ist sie inzwischen Standard, weil viele Kunden außerhalb der Öffnungszeiten buchen. Für Handwerker reicht meist ein gutes Anfrageformular.
Dürfen Praxen mit Vorher-Nachher-Bildern werben?
Nur eingeschränkt. Das Heilmittelwerbegesetz verbietet solche Vergleiche für operative plastisch-chirurgische Eingriffe ohne medizinische Notwendigkeit. Im Zweifel sollte die zuständige Kammer oder ein Fachanwalt gefragt werden.
Warum soll die Speisekarte nicht als PDF online stehen?
PDFs sind auf Smartphones schwer zu lesen, laden langsam und werden von Suchmaschinen schlechter ausgewertet. Eine Speisekarte als normale Webseite ist schneller und besser auffindbar.